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03.-05.11.2022 Teilchenphysik
Lehrerfortbildung

Aus welchen kleinsten Teilchen bestehen wir und die Materie um uns? Die Reise führt die Teilnehmenden vom Elektron über die kosmische Strahlung bis zur Entdeckung des Higgs-Bosons. Wir präsentieren das Standardmodell mit einer Entdeckungsgeschichte der Elementarteilchen und zeigen praxiserprobte Experimente für den Unterricht.

Termininformation
03. bis 05.11.2022, Start am 03.11. um 17 Uhr
Start
03.11.2022 - 17:00 (CET)
Maximale Teilnehmerzahl
12

Vor über 100 Jahren entdeckte Victor Franz Hess bei Flügen in einem Heißluftballon eine mit der Höhe zunehmende elektrische Leitfähigkeit der Luft. Er schloss daraus, dass die Strahlung nicht von der Erde ausgesandt sein konnte, sondern eine kosmische Strahlung sein muss. Zusammen mit der Identifizierung der Kathodenstrahlen als einen Strahl aus Elektronen wenige Jahre zuvor, markieren diese Ereignisse den Start der modernen Teilchenphysik.
Für seine Entdeckung erhielt Hess 1936 den Physik Nobelpreis zusammen mit Carl David Anderson und dessen Entdeckung des Positrons in einer Nebelkammer. Dies war das erste Beispiel von Antimaterie, die Paul Dirac postuliert hatte. Im selben Jahr gelang Anderson und seinem Kollegen Seth Neddermeyer die Entdeckung des Myons – eines Elementarteilchens mit einfach negativer Ladung, 207 Mal schwerer als das Elektron. Der Nachweis von Myonen auf der Erdoberfläche ist ein experimenteller Beweis für Einsteins spezielle Relativitätstheorie.
Während des Kurses werden wichtige Stationen auf dem Weg von der Kern- zur Teilchenphysik von den Teilnehmern selbst experimentell erfahren, ähnlich wie sie auch im Unterricht durchlaufen werden könnten. Beginnend bei der Kernspektroskopie, insbesondere der β-Spektroskopie, über die Analyse von Spuren ionisierender Strahlung in der kontinuierlichen Nebelkammer bis hin zu der Aufnahme und Untersuchung von Raten kosmischer Myonen auf der Erdoberfläche werden Experimente durchgeführt. Dazu gibt es Theorie-Vorträge zum Standardmodell der Elementarteilchenphysik.
Zur graphischen Repräsentation von quantenmechanischen Vorgängen und Berechnung von Wirkungsquerschnitten liefert die Einführung in die Methode der Feynman-Diagramme einen Ansatz. Teilchenphysiker des II. Physikalischen Instituts der Universität Göttingen berichten von den neuesten Ergebnissen der Physiker am CERN auf der Suche nach dem Higgs-Boson am LHC.
Alle Teilnehmer des Kurses werden ihre eigene kontinuierliche Nebelkammer bauen und diese zusammen mit einer Anleitung und wertvollen Tipps mit nach Hause nehmen können!

Kontakt bei inhaltlichen Fragen: Dr. Christina Lumme

Unterrichtsbezug

Radioaktivität, Kernspektroskopie, Teilchenphysik, Quantenmechanik

Ablauf

1.Tag
Anreise bis 17 Uhr
17:00 Uhr Begrüßung 
17:15 Uhr Einführungsvortrag „Elementarteilchenphysik I – Das Standardmodell“ 
19:00 Uhr Abendessen im XLAB (Catering)
2.Tag
09:10 Uhr Vortrag „Elementarteilchenphysik II – Feynman-Graphen“
10:00 Uhr Experimente zur Kernspektroskopie und Tunneleffekt
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Bau einer Nebelkammer
15:00 Uhr Besuch des II. Physikalischen Instituts der Universität Göttingen: Besichtigung von Laboren und der Beschleunigerhalle Wissenschaftlicher; Vortrag zu aktuellem Thema in der Teilchenphysik
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Myer`s
3.Tag
09:10 Uhr Vortrag „Kosmische Strahlung“
10:00 Uhr Experimente mit der Kamiokanne: Detektieren von kosmischen Myonen
12:30 Uhr Mittagspause im XLAB (Catering)
13:30 Uhr Abschlussdiskussion
ab 14:30 Uhr Abreise
 

Kursgebühr

EUR 0

Fördervermerk

Wilhelm und Else Heraeus Stiftung

Hinweis zu Übernachtung und Verpflegung

Für Übernachtung und Verpflegung kommt der/die Teilnehmende selbst auf. Gerne sind wir bei der Suche nach einer kostengünstigen Unterkunft behilflich (m.gatzsch@xlab-goettingen.de oder Tel. 0551 / 39-28840).

Mensen und Cafeterien auf dem Nordcampus sind aktuell leider geschlossen.

Damit alle Teilnehmenden gesund bleiben, sorgen wir mit Abstandsregeln und angepassten Hygienekonzepten für einen sicheren und reibungslosen Tagesablauf.