19.-23.10.2026 Neurophysiologie
Science Camp
Wie werden die elektrischen Signale, mit dem unser Nervensystem Informationen codiert und weiterleitet, generiert? Wie werden Reize in neuronale Aktivität und nachfolgend in Sinneswahrnehmungen übersetzt, um dem Organismus ein Verhalten zu erlauben, das sein Überleben ermöglicht?
- Termininformation
- 19.-23.10.2026
- Start
- 19.10.2026 - 09:00 (CEST)
- Maximale Teilnehmerzahl
- 12
- Voraussetzungen für die Teilnahme
- 16 bis 20 Jahre
Um die Funktion(en) des Nervensystems zu verstehen, ist die Kenntnis der Anatomie desselben eine wichtige Voraussetzung. Im Kurs wird der Aufbau des Nervensystems von Wirbellosen am Beispiel der Wanderheuschrecke Locusta migratoria exemplarisch dargestellt. Die Präparation des Schweinekopfes bzw. des Schweinegehirns gibt einen Einblick in den Aufbau des Säugergehirns. Ein weiterer Schwerpunkt des Camps ist die Sinnesphysiologie: Die Übersetzung eines Reizes in ein elektrisches Signal, das vom Nervensystem verarbeitet werden kann, ist ein Schlüsselprozess bei der Wahrnehmung der Umwelt. Im Selbstversuch und am Nervensystem der Wanderheuschrecke Locusta migratoria werden verschiedene Aspekte der Signaltransduktion in Photorezeptoren sowie der zentralnervösen Verarbeitung der Sinnesreize mit elektrophysiologischen Methoden untersucht. Die präzise Steuerung der Experimente und quantitative Auswertung der Versuchsdaten erfolgt in der Regel computergestützt. Die Teilnehmenden lernen unter Anleitung, eigenverantwortlich Experimente durchzuführen, zu protokollieren und zu bewerten.
In dem hier beschriebenen Experiment arbeiten die Teilnehmenden mit lebenden Heuschrecken. Aufgrund der am Tier durchgeführten Eingriffe, werden die Tiere nach Kursende euthanasiert (getötet). Trotzdem handelt es sich bei den durchgeführten Experimenten nicht um anzeige- oder genehmigungspflichtige Tierversuche. Laut Tierschutzgesetz § 8 Abs. 4 sind Versuche an anderen wirbellosen Tieren als Kopffüßern und Zehnfußkrebsen nicht genehmigungspflichtig.
Kontakt bei inhaltlichen Fragen: Dr. Michael Ferber
Ablauf
1. Tag, 09:00-17:00 Uhr: Präparation der Wanderheuschrecke
2. Tag, 09:00-17:00 Uhr: Präparation des Schweinekopfes bzw. Schweinegehirns
3. Tag, 09:00-17:00 Uhr: Experimente zum Sehsinn von Heuschrecke und Mensch, Ableitung von Retinogrammen
4. Tag, 09:00-17:00 Uhr: Untersuchung der Verarbeitung optischer Reize im Zentralnervensystem der Wanderheuschrecke durch extrazelluläre Ableitung von Aktionspotenzialen
5. Tag, 09:00-16:00 Uhr: Analyse und Ergebnisdiskussion
Kursgebühr
80 EURHinweis zu Übernachtung und Verpflegung
Für Übernachtung und Verpflegung kommt der/die Teilnehmende selbst auf. Gerne sind wir bei der Suche nach einer kostengünstigen Unterkunft behilflich (xlab@xlab-goettingen.de oder Tel. 0551 / 39-28840).
Fördervermerk