Unter den Einweihungsfeierlichkeiten für das neue XLAB Begegnungszentrum nahm das Science Festival für Schüler*innen der Klassenstufen 9-13 eine herausragende Position ein. Die Vorstandsvorsitzende der XLAB Stiftung und Veranstalterin Eva-Maria Neher hatte Forscher*innen hatte den Eingeladenen die Leitfrage gestellt, wie einmal gewonnene Erkenntnisse weitere Fragen heraufbeschwören und den Forschungsprozess vorantreiben.
Nobelpreisträger Stefan Hell entwickelt seit den 1990er Jahren die STED-Mikroskopie. Neueste Entwicklungen, wie die MINFLUX und MINSTED-Mikroskopie erreichen Auflösungen von 1-3 nm, was etwa der Größe der fluoreszierenden Farbstoffmoleküle entspricht. Die ca. 100-mal bessere Auflösung im Vergleich mit herkömmlicher Fluoreszenzmikroskopie und die damit messbare Moleküldynamik eröffnet für die Lichtmikroskopie vollkommen neue Anwendungsfelder in den Lebenswissenschaften.
Mit modernen Methoden entschlüsseln Richard Neher und seine Arbeitsgruppe am Biozentrum der Universität Basel die Genom-Sequenzen von Viren in großer Zahl. Mit diesen Daten kann er die Ausbreitung unterschiedlicher Virusvarianten sehr genau verfolgen und vorhersagen, welche neuen Varianten sich durchsetzen werden. Mit solchen Vorhersagen können saisonal Impfstoffe gegen Grippe- oder Coronaviren optimiert werden.
Anna Frebel vom MIT in Boston stellte die Ergebnisse ihrer Forschungen anhand der ältesten Sterne im Universum vor. Diese etwa 12 bis 13 Milliarden Jahre alten Sterne zeigen, wie die Nukleosynthese schwerer Elemente, einschließlich Spaltprozesse, in Paaren verschmelzender Neutronensterne abläuft und wie seit Anbeginn der Zeit im gesamten Kosmos schwere Elemente wie Silber, Gold und Platin entstehen.