Science Festival 2026, der Abend

Auf Einladung der XLAB Stiftung machte sich Aleida Assmann in der Aula der Universität Göttingen für Europa stark.

Ausgehend vom Amerikanischen Traum, dem Versprechen an jedes Individuum, sich den eigenen Aufstieg verdienen zu können und dabei durch nichts begrenzt zu sein als das Maß der eigenen Fähigkeiten, entwickelte die Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann einen spezifisch "Europäischen Traum", den sie den Nationen Europas, insbesondere den Jugendlichen, zur gemeinsamen Identifikation anbietet: Vier Lehren könnten die Europäer*innen aus ihrer Gewaltgeschichte ziehen: 1. das Friedensprojekt – wie aus Todfeinden nach dem Zweiten Weltkrieg friedlich kooperierende Nachbarn wurden; 2. das Freiheitsprojekt – wie aus Diktaturen Demokratien wurden; 3. eine neue selbstkritische und dialogische Erinnerungskultur und 4. die Umsetzung der Menschenrechte.

Die Schüler*innen im Publikum, insbesondere des Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasiums, fühlten sich angesprochen und stellten viele kompetente Fragen an die Professorin, Friedenspreisträgerin und Mitglied der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Nach einer lebhaften Diskussion beendete Veranstalterin Eva-Maria Neher einen erfolgreichen – und ermutigenden Abend.