ISC2026 – Light and Matter

Was sind eigentlich Licht und Farbe? Und was hat das alles mit Chemie und Zukunftstechnologien zu tun?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden des diesjährigen International Science Camps im Kurs „Light and Matter“. Fünf Tage lang tauchten sie in die Welt der organischen und anorganischen Farbstoffe ein und untersuchten, wie die Struktur eines Moleküls seine Farbe bestimmt. Dabei stellten sie unter anderem Azofarbstoffe und farbige Komplexverbindungen her und konnten die selbst hergestellten Farbstoffe anschließend auch zum Färben einsetzen.
Anschließend konnten die Teilnehmenden selbst Schwerpunkte setzen und ihr Wissen in einem der drei Themengebiete Photokatalyse, Leuchterscheinungen oder molekulare Schalter vertiefen. In diesen Spezialprojekten konnten sie eigenständig an selbst entwickelten Fragestellungen forschen und sich experimentell mit aktuellen Forschungsthemen beschäftigen.  
Einen besonderen Einblick in die Forschungspraxis bot der Besuch verschiedener Arbeitsgruppen an der Universität Göttingen und der HAWK:
Bei Jun.-Prof. Dr. Nadja Simeth (Betreuung durch Ole Specht und Laura Klinge) lernten die Teilnehmenden molekulare Markierungen kennen. 
Bei Jun.-Prof. Dr. Anna Krawczuk (gemeinsam mit Dr. Erhard Irmer) erhielten sie eine Einführung in die Strukturbestimmung mithilfe von Röntgenkristallographie. 
An der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) konnten sie bei M.Eng. Axel Stöcker (betreut von Jennifer Koch und Jakob Linkmann) technische Grundlagen und medizinische Anwendungen moderner Fluoreszenzmikroskopie kennenlernen. So wurde sichtbar, wie die im Camp behandelten Phänomene tatsächlich in der aktuellen Forschung eingesetzt werden.
Abgeschlossen wurde die erste Woche durch einen Workshop mit Manuel Maidorn, in dem die Teilnehmenden Tipps und Methoden für gutes wissenschaftliches Präsentieren erhielten.