Vulkanforschung mit Satellitenbild, Elektronenstahl und Schmelztiegel

Die Erforschung des Vulkanismus bedient sich sehr unterschiedlicher Instrumente und Methoden. Wir bieten einen Laborkurs an, mit dem Schülerinnen und Schüler zunächst Vulkane und Vulkangesteine auf Karten, Luftphotos und Satellitenbildern lokalisieren. Zur weiteren Anschauung wird ein Film über aktive Vulkane in Deutschland vorgeführt.
Bei den Untersuchungsmethoden im Geochemischen Labor steht die chemische Analyse der ausgeworfenen Aschen und deren Abbildung mit dem Elektronenmikroskop im Vordergrund. Feinste Glasscherben aus der Vulkanasche historischer Eruption, die mehrfach die Erde umrunden, können so in mehr als tausendfacher Vergrößerung sichtbar gemacht werden.
Einzelminerale aus den Vulkangesteinen werden unter dem Laserstrahl zerstäubt und chemisch analysiert. Im Hochtemperatur-Labor wird eine Gesteinsschmelze hergestellt und bei langsamer Abkühlung teilweise auskristallisiert. Die von den Schülern selbst herzustellende künstliche Gesteinsschmelze und die aus der Schmelze gewachsenen Kristalle werde nach der Erstarrung unter dem Mikroskop und in der Elektronensonde abgebildet und chemisch analysiert. Die künstlich hergestellten Vulkangesteinsproben werden mit natürlichen Vulkangesteinen aus Hawaii verglichen. Die Proben können die Schülern behalten, je nach Zahl können zusätzlich Sammlungsstücke von Vulkangesteinen historischer Vulkaneruptionen mitgenommen werden.

Für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse. Die Vorführungen und Laborarbeiten werden nach Absprache über einen Zeitraum von 3 Tagen halbtags angeboten.

Ort: Geowissenschaftliches Zentrum Göttingen, Abteilung Geochemie

Anmeldung Öffnet internen Link im gleichen Fensteronline 

Nähere Informationen telefonisch bei Frau Dr. Anne-Sophie Koch unter 0551 - 39 12 873.