Pressekontakt

Herr Paul Mühlenhoff
E-Mail: Paul.Muehlenhoff (at) xlab-goettingen.de
oder
Herr Dr. Michael Ferber
E-Mail: m.ferber (at) xlab-goettingen.de


Georg-August-Universität Göttingen
XLAB-Göttinger Experimentallabor für junge Leute
Justus-von-Liebig-Weg 8
37077 Göttingen
GERMANY
Tel: 0551 3913620

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Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilung 17.10.2018

Wissenschaft auf Probe in den Herbstferien

Im Molekularbiologie-Labor des XLAB schwirren die Stimmen, während 12 Schülerinnen und Schülern Proben aus Kulturen mit Mikroorganismen nehmen und Messungen durchführen. Ihr Ziel ist es, den zeitlichen Verlauf von Zellwachstum, Nährstoffverbrauch und Entstehung von Stoffwechselprodukten zu verfolgen. Das erfordert Schnelligkeit, Arbeitsteilung und Disziplin. Alles scheint wie am Schnürchen zu klappen, obwohl die Schüler erst den vierten Tag zusammenarbeiten und alle Techniken im XLAB neu erlernt haben. Zeit, das Mittagessen zu organisieren, haben sie bis 12:00 Uhr nicht, das gemeinsame Experiment geht vor.

Insgesamt 39 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16-18 Jahren aus ganz Deutschland nutzen ihre Herbstferien, um im XLAB intensiv in die Theorie und Praxis wissenschaftlicher Fachrichtungen einzutauchen. In drei einwöchigen Camps zur Neurobiologie, zur Systembiologie und zur Physik realer Systeme arbeiten sie im Labor, an komplexen Messstationen und am Computer. Auffallend ist, dass keines der wissenschaftsnahen Camps sich einem einzigen Schulfach zuordnen lässt: Die Neurobiologie wendet Methoden der Physik an, die Systembiologie basiert auf mathematischen Modellen und Computersimulationen und bei der Physik arbeiten von vornherein ein Mathematiker und ein Physiker als Dozenten zusammen. „Ausgehend von den Schulkenntnissen haben wir erklärt, wie numerische Methoden funktionieren. Die Freude, wenn es bei motivierten Lernenden „Klick“ macht, wiegt alle Mühe auf“, so Co-Dozent Jun.-Prof. Dr. Christoph Lehrenfeld.

Teilnehmerstimmen:

- Es ist eine tolle Gelegenheit, Zugang zu den Geräten zu haben und mit einer „superprofessionellteuren“ Software zu arbeiten, von deren Möglichkeiten wir nur die Oberfläche angekratzt haben. Die gibt es natürlich in keiner Schule. (Saskia, Teilnehmerin Neurobiologie- und Physik-Camp)

- In der Schule macht der Lehrer etwas vor und wir schauen zu. Hier arbeiten wir zu zweit an einem experimentellen Aufbau. Die Lösung für die Wellenausbreitung herzuleiten, hat gedauert, aber am Ende war es cool. (Sarah, Teilnehmerin Physik-Camp)

- Hier im Camp sind wir einfach näher an der Realität; sowohl der Natur kommen wir näher als auch dem Berufsleben (Alexander, Teilnehmer Physik-Camp).

Ohne Förderer keine Camps: Die Göttinger Comsol Multiphysics GmbH stellt dem Physik-Camp im Rahmen ihrer Kooperation mit dem XLAB professionelle Simulations-Software zur Verfügung, die in Wissenschaft und Industrie zur Produktentwicklung und -optimierung weltweit eingesetzt wird. „Uns ist bewusst, dass zukünftig wichtige Industrie-Themen wie der „Digitale Zwilling“ oder virtuelle Prototypenentwicklung in der Schule kaum angesprochen werden. Daher freuen wir uns, dass wir engagierten Schülern einen Einblick in die Welt der Multiphysik-Simulation ermöglichen konnten, und wir staunen über die professionelle Arbeitsweise im Camp“, erklärt Gerard Hegemans, Geschäftsführer der Comsol Multiphysics GmbH.

Die Camps werden außerdem gefördert von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Hanau, der Joachim Herz Stiftung, Hamburg und dem Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns CNMPB“ an der Universitätsmedizin und Universität Göttingen. Dank der Förderung entscheidet allein die Leidenschaft der Schülerinnen und Schüler über die Teilnahme und nicht der Geldbeutel.

  

Pressekontakt für diese Veranstaltung:

 

Dr. Almut Popp

Administrative Geschäftsführerin

XLAB – Göttinger Experimentallabor für junge Leute

Zentrale Einrichtung der Universität Göttingen

Justus-von-Liebig-Weg 8

37077 Göttingen

 

Tel. 0551 39 13619

Fax 0551 39 12951

E-Mail: almut.popp@xlab-goettingen.de

 

Lehrer lernen im XLAB moderne Arbeitsmethode der Molekularbiologie kennen

In den Lehrplänen der Gymnasien im Fach Biologie spielen Themen aus der Molekularbiologie im Oberstufenunterricht mittlerweile eine zentrale Rolle. Die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte haben das Verständnis von Regulationsmechanismen in den Zellen und der Weitergabe von Erbinformationen deutlich erweitert. Seit wenigen Jahren hat ein als „CRISPR/Cas9“ bezeichnetes Verfahren Eingang in die Labore von Biowissenschaftlern gefunden. Die Methode ermöglicht es – stark vereinfacht formuliert – gezielt Abschnitte der Erbinformation eines Lebewesens zu verändern, sodass umgangssprachlich auch von „molekularen Gen-Scheren“ die Rede ist. Erfolgreiche Anwendung findet das Verfahren bereits in der Pflanzen- und Tierzüchtung, aber auch bei der Entwicklung von Gentherapien, von denen Forscher sich die Heilung schwer verlaufender Erbkrankheiten erhoffen.

12 Lehrerinnen und Lehrer haben die „CRISPR/Cas9“-Methode am vergangenen Samstag im XLAB kennengelernt. Die Molekularbiologin Dr. Maram Bader vermittelte den Lehrern das notwendige Wissen und leitete die einzelnen Arbeitsschritte im Labor an. Am Ende des Kurstages war es allen Teilnehmern gelungen, ein Fluoreszenzprotein in einer humanen Zelllinie gezielt auszuschalten. 

„Die Forschung in allen naturwissenschaftlichen Disziplinen ist von einer rasanten Entwicklung gekennzeichnet. Dies zu zeigen ist oft nur durch den Einsatz höchst komplizierter Methoden und Messinstrumenten möglich, die wir im XLAB kaum etablieren können. In der molekularbiologischen Forschung kann dies jedoch auch anders sein. So ist es uns möglich die bahnbrechende Methode des Geneditierens mit der CRISPR/Cas9 dank der wissenschaftlichen und experimentellen Expertise unserer Dozenten auch in unseren Laboren durchzuführen und sowohl Lehrkräften als auch Oberstufenstufenschülern anzubieten“ (Prof. Dr. Eva-Maria Neher, Geschäftsführende Direktorin und Gründerin des XLAB)

Pressemitteilungen 2017

Schüler-Camps im XLAB in den Herbstferien 2017

44 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16-18 Jahren aus ganz Deutschland verbringen diese oder die nächste Woche im XLAB. Sie nutzen ihre Ferien, um sich intensiv mit Fragestellungen in einem naturwissenschaftlichen Fachgebiet zu befassen, für das in der Schule nur Grundlagen gelegt werden.

Diese Schülerinnen und Schüler wollen eigenständig Experimente durchführen. Im XLAB erproben sie, was es heißt, für eine Sache alles einzusetzen: die volle Zeit von fünf Tagen, das gesamte (Vor)wissen verschiedener Schulfächer sowie Konzentration, Ausdauer und „Biss“ beim Weiterlernen. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte. Nebenbei lernen sie den Studienort Göttingen mit seinem vielfältigen Angebot kennen. In der Gruppe sind drei Jugendliche aus Syrien und Afghanistan, für die die deutsche Sprache eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Sie sind besonders dankbar für die Chance, die das Camp ihnen bietet.

„Wir haben ein eigenes Mikroskop aufgebaut und einen Laserstrahl vermessen. In der Schule wäre so viel Praxis nicht möglich gewesen. Die Wellenphysik wurde durch das Experimentieren plastischer und ich habe besser verstanden.“ (Yannick, Schüler)

„Ich habe keine Akademiker in der Familie. Im XLAB lerne ich nicht nur andere Schüler mit der gleichen Leidenschaft kennen, sondern auch Studenten und Wissenschaftler, die mir erklären, worauf es im Studium ankommt.“ (Tugba Nur, Schülerin)

„Ich habe in meinem Herkunftsland schon ein Semester studiert. Im XLAB lernt man an drei Tagen mehr als dort in einem Semester und wir lernen, in Gruppen zu arbeiten. Ein großer Dank an die Förderer!“ (Karim Mostafa Fathy, Schüler)

Um den jungen Leuten diese Erfahrungen zu ermöglichen, unternimmt das XLAB seinerseits große Anstrengungen.

„Ein Camp in den Ferien durchzuführen, ist für uns niemals Routine“, so Prof. Dr. Eva-Maria Neher, Gründerin und Direktorin des XLAB, „unsere Dozenten bereiten in engem Austausch mit Kooperationspartnern in den Göttinger Forschungseinrichtungen die Kursprogramme zu aktuellen wissenschaftlichen Themen vor. Anträge werden geschrieben, denn jedes Camp braucht einen Geldgeber. Nicht selten dauert die Vorbereitung eines Ferien-Camps ein ganzes Jahr. Doch der Einsatz ist berechtigt, denn die Gesellschaft braucht diese jungen Leute mit ihren Fähigkeiten, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrer Begeisterung. Die Flüchtlinge schließe ich da ausdrücklich ein.“

Die Camps im Einzelnen:

„Von Ernst Abbe zum Nobelpreis 2014“: Der Göttinger Physiker Professor Stefan Hell erhielt 2014 den Nobelpreis für die Entwicklung der STED-Mikroskopie, mit der zelluläre Vorgänge in ungekannter Auflösung betrachtet und untersucht werden können. Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Mikroskopie ist das Verständnis der von Ernst Abbe theoretisch bestimmten Auflösungsgrenze. Kooperationspartner: Abteilung NanoBiophotonics am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Abteilung Morphologie, Systematik, Evolutionsbiologie der Universität Göttingen. Förderer: Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Hanau.

„Neurobiologie“: Thema sind die physikalischen und biologischen Grundlagen der Funktion des Nervensystems: Membranpotenzial, Aktionspotenzial und Signalweiterleitung, Ionenströme und  kanäle, Patch-Clamp-Technik. Kooperationspartner und Förderer: Exzellenzcluster Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB). Aufgrund der großen Nachfrage wird das Camp zweimal durchgeführt.

„Systembiologie“: Schüler untersuchen Teilaspekt des Zuckerstoffwechsels des Darmbakteriums und Modellorganismus‘ Escherichia coli mit experimentellen, mathematischen und softwarebasierten Methoden. Durch das Zusammenspiel von Experiment, Modell und Teamarbeit entsteht so letztlich ein komplexes, gemeinsames Verständnis. Kooperationspartner: Institut für Bioinformatik der Universitätsmedizin Göttingen. Förderer: Joachim Herz Stiftung, Hamburg.

 

Abschlussveranstaltung des XLAB International Science Camp 2017

Drei Wochen waren 36 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16-19 Jahren aus aller Welt im XLAB zu Gast. Die Teilnehmer sind in diesem Jahr aus Australien, Neuseeland, USA, Türkei, Südkorea, Ukraine, Spanien, Polen, Macao, Israel, Großbritannien, Taiwan und Deutschland angereist. Im XLAB haben sie in den vergangenen Wochen intensiv an naturwissenschaftlichen Fragestellungen gearbeitet und den Laboralltag kennengelernt. Am vergangenen Samstag präsentierten die Teilnehmer in einem Hörsaal des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie am Faßberg in englischer Sprache ihre Arbeitsergebnisse. Im Beisein ihrer Dozenten referierten sie sachkundig über ihre Experimente aus Fachbereichen wie Astrophysik, Molekularbiologie oder analytischer Chemie.

Rund 80 Gäste, darunter zahlreiche Göttinger Schüler, besuchten das Symposium und folgten den Vorträgen.

 

XLAB-Sommerfest lockt neugierige Gäste

Der Einladung des XLAB zum Sommerfest am zweiten Ferientag folgten zahlreiche große und kleine Gäste. Mitmachexperimente in den Fachbereichen der Physik, Chemie und Biologie sorgten für viele neugierige Blicke und Aha-Effekte unter den Besuchern. Mit verschiedenen Sehtests für Kinder wurden zum Beispiel Fragen aufgeworfen, die mit Hintergrundwissen über die Anatomie des Auges beantwortet werden konnten. Die Chemiker demonstrierten mithilfe einer sogenannten Soxhlet-Apparatur eindrucksvoll, wie viel Fett in vermeintlich trockenen Chips enthalten ist. Auf großes Interesse stießen auch die Messungen der Physiker. Sie demonstrierten, welchen Formen natürlicher und menschengemachter Strahlung wir im Alltag ausgesetzt sind. Der Luftballonwettbewerb sorgte für viel Spaß bei den Kindern. Welcher Ballon es am weitesten geschafft hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

 

Teilnehmer eines bundesweiten Schüler-Programms zur MINT-Lehrer-Nachwuchsförderung zu Besuch im XLAB

In einem Nachwuchsförderprogramm für zukünftige Lehrkräfte für die MINT-Fächer Ma-thematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bieten bundesweit 12 Schulen aus dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC in Zusammenarbeit mit sechs lehrerausbil-denden Hochschulen ihren qualifizierten und interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen facettenreichen Einblick in den Lehrberuf und in Aspekte des MINT-Lehramtsstudiums zu erhalten. Jeweils zwei Jahre lang werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des sog. MILeNa-Programms zur MINT-Lehrer-Nachwuchsförderung Angebote unterbreitet, in denen sie sich an ihren eigenen Schulen oder in deren Umfeld als Lehrende im MINT-Bereich erproben können. Zudem nehmen sie an sechs eintägigen Hochschulveran-staltungen zum Unterrichten in den MINT-Fächern, einem mehrtägigen Schüleraustausch mit einer Partnerschule aus dem Förderprogramm und einer zweitägigen Exkursion zu ei-nem außerschulischen Lernort teil. 

Die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des im Herbst 2015 gestarteten 3. MILeNa-Jahrgangs besuchen am 10. und 11. Februar das XLAB in Göttingen im Rahmen ihrer Ex-kursion zu einem außerschulischen Lernort. In den zwei Tagen erhalten sie einerseits aus der Perspektive einer MINT-Lehrkraft Einblicke in die Angebote des XLAB als einer Bildungsein-richtung für außerschulisches Lernen. Andererseits können sie durch ihre Teilnahme an Kur-sen zu Themen der Biologie, Chemie, Physik und Informatik eigene Erfahrungen zu den viel-fältigen Möglichkeiten sammeln, die sich für Schülerinnen und Schüler durch das eigenstän-dige Experimentieren in den Laboren des XLAB bieten. 

Das MILeNa-Programm liefert wichtige Impulse, um dringend benötigte qualifizierte Lehr-kräfte für den MINT-Bereich zu gewinnen. Es wurde mit Unterstützung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung im Herbst 2013 vom nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC in Ko-operation mit der RWTH Aachen und weiteren lehrerausbildenden Hochschulen gestartet.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk 

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

 

Pflanzenanbau auf dem Mars?

Ein Ingenieur, der für ein Jahr in die Antarktis zieht, um den Anbau von Pflanzen für spätere Mars-Missionen zu erproben. Ein Nobelpreisträger, der mit seiner Definition des Kilogramms eine Revolution in der Messtechnik auslöste und mit viel Humor auf seine Forschung zurückblickt. Ein Physiker, der über globale Herausforderungen  im Spannungsfeld der demografischen Entwicklung referiert. Dies sind nur drei Beispiele von Vorträgen, die mehrere hundert Oberstufenschüler im Rahmen des XLAB – Science Festival 2017 anhören konnten. Das XLAB – Göttinger Experimentallabor für junge Leute organisiert die zweitägige Vortragsreihe unter Leitung von Prof. Dr. Eva-Maria Neher bereits zum 13. Mal. Sieben Wissenschaftler konnten in diesem Jahr mit zukunftsweisenden Themen das Publikum begeistern. Das Science Festival richtet sich gezielt an Oberstufenschüler und die interessierte Öffentlichkeit, um aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen in den Naturwissenschaften zu informieren.

 

Pressemitteilungen 2016

Abschlussfeier der XLAB International Science Camps 2016 mit Alumni

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Naturwissenschaftlers aus? Wie kann eine wissenschaftliche Karriere verlaufen? Nach drei Wochen intensiver Arbeit in den Laboren des XLAB können 18 Schüler aus aller Welt im Alter von 17-21 Jahren diese Frage für sich beantworten. Sie sind aus Südkorea, Spanien, Neuseeland, Deutschland, USA, Türkei, Slowenien, China und Polen nach Göttingen zum zweiten diesjährigen XLAB – International Science Camp (ISC) angereist, um hier Professionalität und Internationalität im Laboralltag zu erfahren. Kursthemen waren unter anderem Anatomie, Pharmazeutische Chemie und Astrophysik. Bemerkenswert war die Teilnahme eines Flüchtlings aus Afghanistan – er begleitete die Gruppe eine Woche lang und begeisterte die Gruppe durch sein außergewöhnliches feinmotorisches Geschick beim anatomischen Präparieren.

Das erste ISC 2003 wurde von der Robert Bosch Stiftung großzügig gefördert und ist seitdem jährlich fortgesetzt worden. 2016 wurde zum ersten Mal ein gemeinsames Abschlusssymposium der Science Camp Teilnehmer und ehemaligen Teilnehmer am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie durchgeführt. Erneut hat die Robert Bosch Stiftung die erstmalige Durchführung des Alumni-Symposiums gefördert. Mehr als 20 ehemalige Teilnehmer im Alter von 21-31 Jahren reisten zu den Abschlussveranstaltungen beider Camps im Juni und August an. Sie präsentierten Gästen und aktuellen Teilnehmern ihre Karriereschritte und Forschungserfolge in kurzen Vorträgen und auf Postern. Ziel ist, die jungen Wissenschaftler zum fachlichen Austausch und frühzeitigen Netzwerken anzuregen. Rund 80 Gäste, darunter zahlreiche Göttinger Schüler, besuchten das Symposium und folgten den Vorträgen in englischer Sprache. 

 

Chemie in den Osterferien: Neues Schüler-Camp im XLAB

Zehn Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland sind in der zweiten Osterferienwoche im Göttinger XLAB zu Gast, um am erstmals angebotenen Chemie-Camp „Klassischer anorganischer Trennungsgang“ teilzunehmen. Sie alle verbindet eine ausgeprägte Leidenschaft für die Naturwissenschaften. Einige haben bereits bei anderen MINT-Projekten und Wettbewerben mitgemacht. Bewerben konnten sich Oberstufenschüler ab 16 Jahren, Voraussetzung für eine Teilnahme war neben einem gewissen chemischen Vorwissen ein besonderes Interesse am Thema und die Bereitschaft, sich vier Tage lang in den Osterferien mit der experimentellen Analyse unbekannter Proben auseinanderzusetzen. Die zehn ausgewählten Jugendlichen nahmen die Herausforderung gerne an – und erhielten so einen Eindruck von der oft mühsamen und zugleich erkenntnisreichen Tätigkeit in einem chemischen Labor. Eine Führung durch die Fakultät der Chemie und ein Treffen mit Studienbotschaftern der Universität Göttingen vervollständigten das abwechslungsreiche Programm. Das kam bei den Schülern gut an: „Ich bin in meiner Studienwahl zwar noch unentschieden, das Experimentieren im XLAB und die zusätzlichen Informationen zum Studium helfen mir bei der Orientierung aber sehr“, so Finn Andresen, 17, der bereits in den vergangenen Herbstferien an einem XLAB-Camp im Fachbereich Biologie teilgenommen hat. 

Möglich wurde die Durchführung des Chemie-Camps durch die Unterstützung durch Stipendien der Lüneburger Rahn-Quade-Stiftung. Sie erlaubten es den Schülern, sich unabhängig von ihren finanziellen Mitteln zu bewerben. 

XLAB – Science Festival begeistert Schüler und Interessierte 

Zum wiederholten Mal konnte das jährlich stattfindende XLAB – Science Festival seine Besucher begeistern. Im 12. Jahr in Folge berichteten sieben renommierte Wissenschaftler aus den Naturwissenschaften, darunter ein Nobelpreisträger, an zwei Tagen in allgemeinverständlicher Sprache über aktuelle Erkenntnisse aus ihren Forschungsbereichen. 

Dass die Veranstaltung mittlerweile bundesweit Beachtung erzielt, zeigt die Herkunft der Oberstufenschüler. Mit ihren Lehrern reisten sie unter anderem aus Hamburg, Brandenburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nach Göttingen an. Der Zuspruch war in diesem Jahr so groß, dass jeder der 420 Plätze im Hörsaal der Geowissenschaften bei sämtlichen Vorträgen bis auf den letzten Platz besetzt war. Eine Übertragung der Vorträge ins XLAB wurde zusätzlich von bis zu 60 Schülern besucht.

Nahezu 250 Personen, darunter viele interessierte Göttinger, besuchten den Abendvortrag von Prof. Dr. Wahlster zum Thema „Künstliche Intelligenz“ in der Aula am Wilhelmsplatz. Die Perspektiven dieses Forschungsbereichs – beispielsweise selbstständig fahrende Autos und U-Boote oder vollautomatisierte Produktionsabläufe – beeindruckten die Gäste sichtbar und regten zu lebhaften Diskussionen an.