Der Pasteur-Effekt

1861 fand Louis Pasteur, dass Hefe anaerob, also in Abwesenheit von Sauerstoff, viel langsamer wächst als aerob. Heute ist mit dem Begriff Pasteureffekt meist eine Verminderung der Abbaurate von Zucker durch Sauerstoff gemeint. Hintergrund ist, dass die Energieausbeute beim aeroben, vollständigen Abbau von Glucose durch Atmung viel größer ist als beim anaeroben Abbau von Glucose durch Gärung, so dass anaerob deutlich mehr Glucose zur Deckung des Energiebedarfs abgebaut werden muss. 

Im experimentellen Teil dieses Kurses wird der Pasteureffekt bei der Bäckerhefe, Saccharomyces cerevisae, durch quantitative Bestimmung von Glucosekonzentrationen (GOD/POD-Test) bei aerober und anaerober Kultur untersucht.

Im Theorieteil werden die Dissimilationsprozesse Glykolyse, Gärung, oxidative Decarboxylierung, Citronensäurezyklus und oxidative Phosphorylierung erarbeitet. 

Dauer: 1 Tag
Max. Teilnehmerzahl: 16

Nähere Informationen und Anmeldung Öffnet internen Link im gleichen Fensteronline oder telefonisch bei Frau Dr. Anne Sophie Koch unter 0551 - 39 12 873.