Neurobiologie-Camp, 12.-14.08.2020

Die Camps bieten interessierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die Möglichkeit, sich mehrere Tage intensiv mit physikalischen und biologischen Grundlagen der Funktion des Nervensystems zu beschäftigen. Der Fachbereich Neurobiologie wird dieses Camp zusammen mit der Universität Göttingen und den Max-Planck-Instituten durchführen.

Beschreibung der Kursinhalte

Membranpotential

Grundlage aller elektrischen Aktivität in lebenden Organismen ist das Vorhandensein von elektrischen Potenzialen zwischen dem Zellinneren und dem umgebenden Medium. Diese Potenziale haben ihren Ursprung in einer Ungleichverteilung von Ionen. An unbefruchteten Eiern (Oocyten) des Krallenfrosches Xenopus laevis wird das Membranpotenzial intrazellulär abgeleitet. Durch den Austausch von Ionen im Extrazellulärmedium wird die Abhängigkeit des Membranpotenzials von verschiedenen Ionen dargestellt. Die physikalischen Eigenschaften von Zellmembranen werden anhand eines Zellmodells untersucht.

Aktionspotentiale und Signalweiterleitung

Die Nervenzellen des medizinischen Blutegels Hirudo medicinalis sind groß und eignen sich gut für neurophysiologische Untersuchungen. Aktionspotentiale von Nervenzellen werden intrazellulär abgeleitet oder durch elektrische Reizung ausgelöst. Die Grundlagen der Informationsweiterleitung und -verarbeitung im Nervensystem können so untersucht werden.

Elektrische Fische

Elektrische Signale werden nicht nur im Nervensystem genutzt. Dieser Kursteil zeigt eine andere, sehr anschauliche Anwendung: Schwach elektrische Fische, wie der Elefantenrüsselfisch Gnathonemus petersii, senden Spannungsimpulse ins Wasser aus, mit deren Hilfe sie sich orientieren. Diese Signale sind leicht extrazellulär zu messen und mit dem erarbeiteten Vorwissen zu erklären.

Teilnehmeranzahl: 6

Kursgebühr: 50 Euro

Inhaltliche Fragen richten Sie bitte an Dr. Barbara Ritter:

Tel: 0551/ 39-13612

E-Mail: b.ritter[at]xlab-goettingen.de