Schülercamp Neurobiologie 27.-29.07.2020

Die Camps bieten interessierten Oberstufenschülerinnen und -schülern die Möglichkeit, sich mehrere Tage intensiv mit physikalischen und biologischen Grundlagen der Funktion des Nervensystems zu beschäftigen. Der Fachbereich Neurobiologie wird dieses Camp zusammen mit der Universität Göttingen und den Max-Planck-Instituten durchführen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 6 begrenzt, die Teilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
Ein Eigenbeitrag von 50 Euro, die Unterkunft, das Mittagessen in der Mensa und die An- und Abreise sind selbst zu zahlen. 

Weitere inhaltliche Informationen:

Dr. Barbara Ritter
Tel.: 0551 39 13612
Email: b.ritter [at] xlab-goettingen.de

Bitte rufen Sie unter der oben angegebenen Telefonnumer an.

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Beschreibung der Kursinhalte

Membranpotenzial

Grundlage aller elektrischen Aktivität in lebenden Organismen ist das Vorhandensein von elektrischen Potenzialen zwischen dem Zellinneren und dem umgebenden Medium. Diese Potenziale haben ihren Ursprung in einer Ungleichverteilung von Ionen. An unbefruchteten Eiern (Oozyten) des Krallenfrosches Xenopus laevis wird das Membranpotenzial intrazellulär abgeleitet. Durch den Austausch von Ionen im Extrazellulärmedium  wird die Abhängigkeit des Membranpotenzials  von verschiedenen Ionen dargestellt.  Die physikalischen Eigenschaften von Zellmembranen werden anhand eines Zellmodells untersucht.  

Aktionspotenziale und Signalweiterleitung

Die Nervenzellen des medizinischen Blutegels Hirudo medicinalis sind groß und eignen sich gut für neurophysiologische Untersuchungen. Aktionspotenziale von Nervenzellen werden intrazellulär abgeleitet oder durch elektrische Reizung ausgelöst. Die Grundlagen der Informationsweiterleitung und -verarbeitung im Nervensystem können so untersucht werden.

Elektrische Fische

Elektrische Signale werden nicht nur im Nervensystem benutzt. Dieser Kursteil zeigt eine andere, sehr anschauliche Anwendung: Schwach elektrische Fische, wie der afrikanische Elefantenrüsselfisch (Gnathonemus petersii), senden Spannungs-Impulse ins Wasser aus mit deren Hilfe sie sich orientieren. Diese Signale sind leicht intrazellulär zu messen und mit dem erarbeiteten Vorwissen zu erklären.