Karstlandschaft Südharz - Lösungsprozesse prägen eine Landschaft

Entlang des südlichen Harzrandes steht Gips (CaSO4 - 2 H2O) aus der Zechsteinzeit an der Erdoberfläche an. Aufgrund der guten Löslichkeit des Gipses (2 Gramm Gips lassen sich pro Liter Wasser lösen) hat sich hier eine Karstlandschaft mit Höhlen, Dolinen, Karstquellen usw. gebildet, die in Europa einzigartig ist.
Der Prozess der Gipsauflösung dauert bis heute an und macht sich gelegentlich spektakulär durch Erdfälle (Höhleneinstürze) bemerkbar, was verständlicherweise auch problematisch für den Hoch- und Tiefbau ist. Das in Karstquellen zutage tretende Grundwasser ist häufig gesättigt mit Ca- und Sulfat-Ionen und in dieser Form als Trinkwasser nicht verwendbar.
Im Praktikum können SchülerInnen während eines Besuches dieser Karstlandschaft die Lösungsformen sowohl an der Erdoberfläche als auch in zwei Höhlen direkt beobachten. Vor Ort werden aus verschiedenen Gewässern (Quellen innerhalb und außerhalb des Karstgebietes, Höhlenteiche und Erdfallseen) Wasserproben entnommen und anschließend im Göttinger Zentrum Geowissenschaften untersucht. Mittels Titration wird die Konzentration verschiedener gelöster Ionen bestimmt und der Härtegrad berechnet.

Dauer:
1 Tag

Ort:
Geowissenschaftliches Zentrum Göttingen, Abteilung Sedimentologie und Umweltgeologie

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