Göttinger Biologie-EA-Kurse nutzen individuelle Ökologie-Angebote

Zur optimalen Zeit in der Vegetationsperiode nahmen im Juli Göttinger Lehrkräfte das Angebot wahr, im direkten Kontakt mit den Dozenten Experimentalkurse auf ihre inhaltlichen Bedürfnisse und logistischen Möglichkeiten während der Corona-Auflagen abzustimmen. Dafür bot sich der Experimentelle Botanische Garten der Universität an: sowohl der artenreiche Wald mit seinem Baumkronenpfad als auch verschiedene Wiesen sind individuell gut erreichbar und es können abiturrelevante Kompetenzen in Biologie am Beispiel der Ökosysteme Wald und Wiese erworben werden. In einem vor 50 Jahren im Garten begonnenen Sukzessionsversuch wurde für die Schülerinne und Schüler direkt begreifbar, wie menschliche Nutzung unsere von Natur aus fast vollständig bewaldete Landschaft seit Jahrtausenden fundamental umgestaltet und dabei Offenland mit vielfältigen Lebensraumtypen und einer bis etwa Anfang des 20. Jahrhunderts stetig zunehmenden, immensen Biodiversität hervorgebracht hat. Sie lässt sich im Sukzessionsversuch beispielsweise an traditionell genutzten Wiesen erkennen, die durchschnittlich über 60 Pflanzenarten beherbergen, selbst wenn sie viermal jährlich gemäht werden - eine Vielfalt, die die Schüler*innen in Erstaunen versetzte, denn sie ist im modernen Intensivgrünland völlig verloren gegangen. 

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