Darstellung von Metaphase-Chromosomen

 

Desoxyribonucleinsäure (DNA), das Erbgut aller Organismen, liegt in den Zellkernen der Eukaryota in Form von Chromatin vor, einem lockeren Komplex aus Proteinen und DNA. Die in der DNA gespeicherte Information wird in der Zelle genutzt, indem Gene exprimiert und Proteine synthetisiert werden. Chromatin ist also die Arbeitsform der DNA. Während der Mitose wird das Chromatin in eine Transportform überführt, die sog. Zwei-Chromatiden-Chromosomen, die während der Metaphase maximal verdichtet sind. Diese Chromosomen können lichtmikroskopisch untersucht werden. Anordnungen nach Zahl und Struktur, sog. Karyogramme, geben Auskunft über Erkrankungen und sind Bestandteil humangenetischer Untersuchungen, beispielsweise in der pränatalen Diagnostik.

Im Kurs werden Metaphase-Chromosomen aus einer Säuger-Zelllinie präpariert. Dazu werden Zellen aus einer Kultur gewonnen und ihr Zellzyklus mit einem Zytostatikum in der Metaphase gestoppt. Nach der Spreitung auf dem Objektträger werden mit einer speziellen Technik die Chromosomen angefärbt und später im Mikroskop auf Anzahl und Größe analysiert. 

Klassenstufe: Ab Kl. 11
Dauer: 1 Tag
Max. Teilnehmerzahl: 20