Fließgewässerökologie – Gewässervergleich

Ein Mittelgebirgsbach und ein kleiner Mittelgebirgsfluss mit Einzugsgebieten von 36 bzw. 358 km2 Größe werden jeweils im gleichen Umfang wie im eintägigen Kurs „Fließgewässerökologie“ an zwei Tagen untersucht. Der Bach zeigt, was nach den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie als guter ökologischer Zustand ohne weiteren Entwicklungsbedarf gilt. Dagegen besitzt der im Harz entspringende silikatische Mittelgebirgsfluss im untersuchten Abschnitt einen Auwaldsaum und ist dort nicht ausgebaut, so dass die hydromorphologische Struktur von Gewässerbett und Aue durch Eigendynamik geprägt und somit ständigen Veränderungen unterworfen ist. Hier sind selten gewordene Merkmale wie Verzweigung, Mäandrierung, Inselbildung, Sturzbäume, weite Kiesbänke, Abbruchufer, Nebengerinne usw. zu sehen. Diese strukturelle Vielfalt führt trotz messbarer Eutrophierung zu einer Biozönose die dem gewässertypischen, potentiell natürlichen Zustand näher kommt als im zuvor untersuchten Bach. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema und den weiter gespannten Vergleich wird der Erfahrungshorizont erweitert und die ökologischen Einsichten können vertieft werden.

Jahrgangsstufe: Oberstufe (letztes Jahr der Mittelstufe nach Absprache)
Max. Teilnehmeranzahl: 23 bei Transport durch XLAB, 24 mit eigenen Fahrzeugen
Dauer:
1 Tag
Zeitraum: ganzjährig
Fahrtkostenbeitrag: 8 Euro pro Person oder Anfahrt mit dem Stadtbus oder eigenen Fahrzeugen

Nähere Informationen und Anmeldung Öffnet internen Link im gleichen Fensteronline oder telefonisch bei Frau Dr. Anne-Sophie Koch unter 0551 - 39 12 873.