Planetare Parameter für Intelligenz: der Thermostat der Erde

Prof. Dr. Gerhard Wörner,
Georg-August-Universität Göttingen

Wer meint, der richtige Abstand zur Sonne sei die wesentliche Voraussetzung für die Entstehung höherer Lebensformen auf unserem Planeten, schaut zu kurz. Viele weitere grundlegende geophysikalische und geochemische Bedingungen müssen erfüllt sein. Im Vortrag werden die wichtigsten Parameter zur langfristigen Stabilisierung der Lebensbedingungen auf unserem Planeten dargestellt. Stabile Klima-Bedingungen müssen viele Millionen Jahre lang gegeben sein, damit die Evolution Pflanzen, Tiere und schließlich intelligente Lebensformen wie den Menschen hervorbringen kann. Wie funktioniert die langfristige globale Klima-Steuerung? Bei der Wirkung eines stabilen planetaren Thermostaten stehen einerseits geologische Prozesse im Vordergrund, bei denen Plattenverschiebung und Vulkane und sogar unser Mond eine unerwartete Rolle spielen. Andererseits trägt das Leben selbst durch biologisch gesteuerte Prozesse der Gesteinsbildung zur Temperatursteuerung im „System Erde“ bei.

Einfache Lebensformen mag es auf vielen Planeten und Monden geben, aber der Mensch ist wohl im Kosmos weit und breit alleine.