Physik Camp, 12.-17. Oktober 2009

Dieses Camp bietet interessierten Oberstufenschülerinnen und -schülern die Möglichkeit, sich mehrere Tage intensiv mit physikalischen Grundlagen zu beschäftigen. Der Fachbereich Physik wird dieses Camp zusammen mit Herrn Prof. A. Quadt vom II. Physikalischen Institut der Universität Göttingen und seiner Arbeitsgruppe durchführen. In der Fakultät für Physik der Uni Göttingen gewinnen die Teilnehmer einen Einblick in die aktuelle physikalischen Forschung.
weitere Informationen
Die Schüler sind zusammen im Gästehaus der Universität untergebracht. Zum Mittagessen bietet sich die nahegelegene Mensa der Universität an. In Verbindung mit einem Rahmenprogramm sind täglich gemeinsame Abendessen geplant. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

Ein Eigenbeitrag von 60 Euro sowie die An- und Abreise sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.

weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer oder wenden Sie sich telefonisch an den Fachbereich Physik
Tel.: 0551 39 12874

Eine Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf ist an Herrn Johann Krawczyk zu schicken.

Physik Camp Flyer
Physik Camp Flyer (printerfriendly)
  


Beschreibung der Kursinhalte

Wellen- und Röntgenphysik
Interferenz ist ein wesentliches Merkmal aller Wellenphänomene. Hier werden grundlegende Experimente wie der Doppelspaltversuch, stehende Wellen, das Michelson-Interferometer und Bragg-Reflexion an einem räumlichen Gitter anhand von Mikrowellen untersucht. Im Anschluss daran werden die Eigenschaften der charakteristischen Röntgenstrahlung sowie der Bremsstrahlung anhand von drei modernen Röntgengeräten untersucht.

Laserphysik und Holographie
Hie lernen die Teilnehmer die grundlegenden Funktionsprinzipien eines Lasers. Ein Helium-Neon-Gaslaser und ein Neodym-YAG-Festkörperlaser werden aus einzelnen Komponenten aufgebaut und justiert. Dann können z. B. das Strahlprofil untersucht, die Strahldivergenz bestimmt und die mittlere Lebensdauer des oberen Laser-Niveaus gemessen werden. Als besonderer Effekt kann am Nd:YAG das Phänomen der Frequenzverdopplung gezeigt und untersucht werden.
Mit einem leistungsstärkeren HeNe-Laser stellen die Teilnehmer selbständig Reflexions-Hologramme dar, die sie mit nach Hause nehmen können.

Radioaktivität
Hier lernen die Teilnehmer grundlegende Eigenschaften der drei Arten ionisierender Strahlung kennen. Sie bestimmen die Halbwertszeit von Barium-137, sie untersuchen die Ablenkung von β- und α+-Teilchen im Magnetfeld und messen die Schwächung der Strahlung durch verschiedene Materialien. Mit Hilfe von Szintillations- und Halbleiterzählern können die Energie verschiedenen α- und γ-Quellen bestimmt werden.

Kosmische Myonen

Myonen entstehen in den oberen Schichten unserer Atmosphäre durch die auftreffende kosmische Strahlung. Diese elementaren Teilchen ähneln den Elektronen; sie zerfallen jedoch nach ca. 2 Mikrosekunden. Aufgrund ihrer sehr großen Geschwindigkeit können sie trotzdem die Erdoberfläche erreichen. Dies kann nur durch die spezielle Relativitätstheorie erklärt werden. In unserer Apparatur werden die Myonen mit Hilfe des Cherenkov-Effekts nachgewiesen.

Analyse von Z°-Zerfällen
Das neutrale Z°-Boson und das W+ sowie das W- sind die Trägerteichen der so genannten elektroschwachen Wechselwirkung, eine der drei grundlegenden Wechselwirkungen in der Physik. Hier sollen die Teilnehmer Original-Messdaten des CERN aus den 90er Jahren untersuchen und dabei den Zerfall des Z°-Teilchens untersuchen.

Wir danken der Stiftung Niedersachsen Metall für die Förderung dieses Physik Camps.
     

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